Sommerfest 2022

5 Jahre Verein Rundtanzen am Eis in Wien

155 Jahre Rundtanzen auf dem Eis


Datum: Samstag, 14.Mai 2022
Uhrzeit: 15:00


Rückblick ...

Im Garten
Im Garten - Spiele
Im Hof
In der Schmiede
Festsaal und Tanz

Programm

Das Programm

15:00 ... Kaffee und Kuchen - Zeit zum Kennenlernen und Plaudern
16:00 ... 155 Jahre Rundtanzen am Eis - Diashow in der Alten Schmiede ( "nonstop" )
17:30 ... Allgemeine Begrüßung in der Alten Schmiede (Reinhard Lederer)
17:35 ... Kurzer Rück- und Ausblick
17:45 ... Historische Feste am Wiener Eislauf-Verein (Gustav Kapral)
18:00 ... Gemeinsames Abendessen mit Cateringservice
19:00 ... Einführung in das Salsa-Rueda-Tanzen von Norbert Gerstl
20:00 ... Tanzabend (Musik von Sonja und Max)
21:00 ... Einführung in historische Tänze von Hannelore Unfried

Hannelore Unfried - Gutachten, Tänze, Sommerball

Mag. Hannelore war eine von den drei ExpertInnen, die uns bei der Einreichung des Immateriellen Kulturerbes unterstütz hat.
Darum habe ich auch noch ihr Gutachten hier dazugepackt ;-)
Außerdem findest Du die Tänze vom Sommerfest, sowie eine Einladung zu einem Sommerball für historische Tänze.

Gustav Kapral - Historische Feste am WEV

Historische Feste am Wiener Eislauf-Verein

Zwei besondere Feste am Wiener Eislauf-Verein

Unserem Ehrenmitglied Christl Heidler ist es zu verdanken, dass wir auf ein besonderes Kostümfest am Wiener Eislauf-Verein aufmerksam wurden. Am 17. 1. 1929 sollte der „Hofball bei König Winter stattfinden“. So stand es zumindest auf der liebevoll gestalteten Einladung, die für dieses Fest gedruckt wurde (Folie 2 – 6) und die uns Christl Heidler zur Verfügung gestellt hat. Tatsächlich musste der Ball allerdings kurzfristig wegen einer schlechten Wettervorhersage verschoben werden. Nachdem das Wetter am Abend des 17. 1. 1929 dann tatsächlich gar nicht so schlecht ausfiel, fanden sich an die 100 erwartungsvolle Ballbesucher vor dem Eingang des Wiener Eislauf-Vereins ein. Enttäuscht über die Absage kam es zu tumultartigen Szenen, lauten Buh-Rufen und Spottgesängen. Schlussendlich musste die Polizei einschreiten um die Situation zu beruhigen. Tags darauf titelte die Kleine Volks-Zeitung: „Krawall statt Ball“. Die Absage war allerdings aus Vorsichtsgründen durchaus berechtigt, war doch starker Wind vorhergesagt. Das wäre ein Sicherheitsrisiko gewesen, weil für den „Hofball bei König Winter“ ein 56 Meter langer bemalter Prospekt vor dem Konzerthaus errichtet wurde. Davor war der Thron des Königs aufgestellt. Als wenige Tage später am 22. 1. 1929 der Ball nachgeholt wurde, versammelten sich die kostümierten Gäste in einer Ecke des Eislaufplatzes, um dann nach zweimaligem Umzug um den Platz, dem König auf seinem Thron zu huldigen (Folie 5). Fast viertausend Besucher fanden sich ein, um das Spektakel zu bewundern. Ein Kürlaufen von „Prinz Winter“ und ein Reigen zweier Kindertanzpaare eröffneten den Ball. Zum Fest gehörte die Prämierung des besten Kostüms. Alle, die sich im Vorhinein angemeldet und ein Nenngeld bezahlt hatten, konnten teilnehmen. Für die Damen-Schönheitskonkurrenz wurden Kupons zu je 10 Groschen an die Besucher verkauft. Jene Dame, die die meisten Kupons überreicht bekam, erhielt den Damen-Schönheitspreis. An diesem Abend war das mit 2.462 Kupons Frau Prof. Kuttin.

Einen besonderen Stellenwert unter den vielen Festen des Wiener Eislauf-Vereins hat sicherlich das Kostümfest zum 25-jährigen Bestehen des Vereins. Auch dieses Fest musste verschoben werden, allerdings gleich um ein ganzes Jahr. Deswegen fand das Fest erst am 9. 1. 1893 unter dem Motto „Im Reich des Eisgottes - eine allegorische Pantomime in sechs Bildern“ statt. Der betriebene Aufwand war enorm. Extra für diesen Anlass wurde vom Mitglied Anton Fir ein Eispalast errichtet (Folie 7). Die Konstruktion aus Holz und Schilf wurde mit Wasser bespritzt und von innen beleuchtet. Der Eispalast war für diesen Abend der Musikpavillion mit Platz für das Orchester. Der „Eisgott“ kam mit großem Gefolge: Prinz WEV, Prinzessin Grace, Schneeflocken, Eiszapfen, Eisnixen und Eiskobolde. Die Regimentscapelle Nr. 46 eröffnete den Ball mit der Ouvertüre zu Rienzi. Der Umzug fand mit prachtvoll dekorierten Festschlitten, gezogen von Pferden, statt. Die Anstrengungen zahlten sich aus. Es kam zu einem Massenandrang von Teilnehmern und Zusehern. Die Polizei musste den Eingangsbereich zum Eislaufplatz absperren, so groß war der Ansturm von Kostümierten. Dragonerinnen, Harlekins, Clowns und Hanswurste, Bäckerjungen, Winterhasen und Murmeltiere, Jäger, Touristen und Bauern und viele mehr ließen sich das abwechslungsreiche Programm nicht entgehen. Die „Pantomime“ begann mit einem Walzer. Ein Kotillion mit verschiedensten Figuren schloss sich an: Achterlaufen, Schlangenbogen, Doppeldreier, Schöllermarsch in Viererfronten und Grotesklaufen der vier Hofnarren waren unter anderem Elemente der Darbietung (Folie 8). In den Zeitungsberichten zum Fest war anschließend zu lesen: „Die verschiedenartigsten Tänze wurden von den brillantesten Kunstläufern ebenso technisch vollendet, als graziös ausgeführt.“ Bis weit nach Mitternacht wurde getanzt und gefeiert.

Gustav Kapral

Speis und Trank

Kaffee und Kuchen (Nachmittag)
Eure Überaschungen ...

Suppe
Karotten-Ingwersuppe

Hauptspeisen
Rindergulasch mit Butterspätzle
Putengeschnetzeltes mit Reis
Veganes Gemüsecurry mit Langkornreis

Bier, Weiß-, Rotwein sowie nichtalkoholische Getränke werden wir gegen den Durst haben.

Unserer Caterer war Bernd Fleschitz (www.bernoskitchen.at).